Foto © Simono

Raum ist kein statisches Gefüge, sondern ein lebendiges System, das Reize aufnimmt, weiterleitet und transformiert. Wahrnehmung entsteht im Dazwischen – im Austausch von Innen und Außen, Präsenz und Resonanz.

Das ist Simonos zentrale Idee sowohl für das Konzept von um | raum als auch für ihre Installation.

Sie entwickelt auf Basis ihres letzten Projektes, der Orgel der Stimmen, eine ortsspezifische minimalistische Installation aus Klängen, Stimmen und musikalischen Elementen. Instrumente sind dabei Flöte, Bass und Membranophone – ein Oberbegriff für Trommeln und fellbespannte Instrumente.

Die historischen Mauern des Gutshofs tragen Spuren von Arbeit, Bewegung und Stimme. Klänge, die sich im Raum ausbreiten, berühren diese Oberflächen wie Atem. Sie werden reflektiert, absorbiert, gebrochen, so wie die Sounds des umliegenden Bezirks und der Stadt.

Der Raum antwortet. In diesem Wechselspiel entsteht eine akustische Welle, analog zu einer Haut, die den Ort umhüllt und hörbar macht. Klang fungiert hier als Medium, das die räumlichen Qualitäten aktiviert und verborgene Schichten freilegt: Raum als Membran und Resonanzkörper.

Musiker:innen: Alexis Baskind (Kontrabass), Christiane Ditz (Querflöte), Simono (Taiko)

Simono hat das Projekt um | raum iniziiert und in Kooperation mit der Kulturstiftung Britz entwickelt. Es wurden 8 Künstler:innen eingeladen, die in den Räumen auf dem Gelände des Gutshofes Britz ihre Positionen in Licht und Klang ortsspezifisch installieren und präsentieren. Zudem wird ein analoges Filmprogramm gezeigt.

Im Rückgriff auf ihre Super-8-Installationen „Rotation zur See“ von 1998 installiert Simono Bridge Marklands Tanzvignetten als Fenstertryptichon im Foyer.

Webseite: simono.de